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Gottfried August Bürger: Gedichte - Kapitel 125
Quellenangabe
titleGedichte
authorGottfried August Bürger
year2017
correctorgerd.bouillon@t-online.de
typepoem
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Himmel und Erde.

              In dem Himmel quillt die Fülle
Der vollkommnen Seligkeit.
Ich auch, wär' es Gottes Wille,
Tränke gern aus dieser Fülle
Labsal für der Erde Leid.

Für das Leid, das meiner Tage
Schöne Rosenfarbe bleicht,
Das ich tief im Busen trage,
Das ich Arzt und Priester klage,
Welches keinem Balsam weicht.

Längst sind über Thal und Hügel
Alle Freuden mir entflohn.
Lahm sind meiner Hoffnung Flügel,
Rauher Hindernisse Hügel
Sprechen selbst den Wünschen Hohn. –

Dennoch setzt' ich auch auf Erden
Gern noch fort den Pilgerstab.
Sollte Molly mir nur werden,
Trüg' ich aller Welt Beschwerden
Noch den längsten Pfad hinab.

 


 

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