Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gottfried August Bürger: Gedichte - Kapitel 101
Quellenangabe
titleGedichte
authorGottfried August Bürger
year2017
correctorgerd.bouillon@t-online.de
typepoem
Schließen

Navigation:

Trautel.

        Mein Trautel hält mich für und für
In festen Liebesbanden;
Bin um sie stets und neben ihr;
Sie läßt mich nicht abhanden.
Ich darf nicht weiter, als das Band,
Woran sie mich gebunden.
Sie gängelt mich an ihrer Hand
Durch alle Tagesstunden.

Mein Trautel hält mich für und für
In ihrer stillen Klause;
Darf nie zum Tanz als nur mit ihr,
Nie ohne sie zum Schmause;
Und ich bin gar ein guter Mann,
Der sie nur sieht und höret
Und aus den Augen lesen kann,
Was sie befiehlt und wehret.

Wer, Trautel, ist wol mehr für dich,
Und wer für mich geboren?
O Trautel, ohne dich und mich
Sind ich und du verloren. –
Wann einst des Todes Sense klirrt,
Eins von uns wegzumähen,
Ach, lieber Gott, wie wehe wird
Dann mir und dir geschehen!

 


 

 << Kapitel 100  Kapitel 102 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.