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Christian Hofmann von Hofmannswaldau: Gedichte - Kapitel 39
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorChristian Hofmann von Hofmannswaldau
year1994
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3150088895
titleGedichte
sendergerd.bouillon@t-online.de
correctorreuters@abc.de
modified20160907
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Er ist ein unglücklicher Wecker

Ich eilte, Lesbien aus Kurzweil zu erwecken,
    Als gleich Aurorens Glanz um ihr Gesichte stund,
    Die Rosen krönten ihr die Wangen und den Mund,
Durch weißes Elfenbein ließ sich der Hals bedecken.

Ich wollte meine Hand auf ihre Brüste strecken,
    Es tat ein nasser Kuß ihr meine Geilheit kund.
    Es rufte Lesbie: Ist dein Verstand gesund,
So führe keine Brunst in meine keusche Hecken.

Ich war darob bestürzt und fluchte dem Gelücke
Und fuhr den Himmel an und seine reichen Blicke,
    Ich sprach: Wo Rosen stehn, da müssen Dornen sein.

Weil mich denn ihr Befehl verjaget und vertrieben,
So hab ich dieses Wort in ihr Gemach geschrieben:
    Auf Morgenröte folgt gar selten Sonnenschein.

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