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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 85
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Vermischte Scherze.

Chorus der Buchhändler.

        Bücher schreiben ist leicht, es verlangt nur Feder und Dinte
    Und das geduld'ge Papier. Bücher zu drucken ist schon
Schwerer, weil oft das Genie sich erfreut unleslicher Handschrift.
    Bücher zu lesen ist noch schwerer, von wegen des Schlafs.
Aber das schwierigste Werk, das ein sterblicher Mann bei den Deutschen
    Auszuführen vermag, ist: zu verkaufen ein Buch.
Denn es kauft sie nicht gern, das unsträfliche Volk der Germanen!
    Nein, sie miethen sie, was höflicher »leihen« man nennt.
O, Leihbibliothek, wo, vergleichlich den Droschken am Haltplatz,
    Schmierig vom vielen Gebrauch, gelb vom verspritzten Kaffee,
Schiller und Goethe steh'n und des Miethers, des gütigen, harren,
    Welcher am Dichter erspart, was er verraucht und vertrinkt!
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