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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 8
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Gebet des Arabers in der Wüste.

        Einsam in der weiten Wüste!
Fern der Atlas, starr und stumm,
Ohne Pfad und ohne Wasser,
Fehde, Feinde, Tod ringsum!

Weit versprengt von meinem Stamme,
Einz'ger Freund mein treues Roß,
Meine Heimath ist der Sattel,
All mein Hausrath mein Geschoß!

Dennoch zagt nicht meine Seele,
Jedem Schreckniß biet' ich Spott:
Denn es wölbt auch ob der Wüste
Mir ein Himmelszelt mein Gott.

Und sein Auge sieht mich auf dem
Teppich des Gebetes steh'n:
Allah, du bist mein Beschirmer,
Und dein Wille muß gescheh'n!

Dich bekennt einst alle Menschheit
– In den heil' gen Büchern steht's! –
Und es wird die ganze Erde
Zu dem Teppich des Gebets!

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