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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 59
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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IV.
Der Stieglitz.

            Der Stieglitz auf der Wanderschaft
    Beträgt sich sehr scholarenhaft!
Durch Flur und Hain hin wandert er,
    Nicht ist ihm Herz noch Bündel schwer.

Er schnabuliret, wo er mag,
    Bezahlen thut er keinen Tag.
Und trifft er eine Stieglitzin, –
    Gleich fliegt er zwitschernd zu ihr hin.

Er grüßet sie voll Courtoisie:
    Es währt nicht lang', so schnäbeln sie
In rasch gefund'ner Harmonie.
    Bald ist er dort, bald ist er hie.

Und – o der glückliche Vagant! –
    Collegien sind ihm nicht bekannt,
Examina, Tentamina,
    Und andere Gravamina

Ihn nun und nie beschwerien, –
    Denn immer hat er Ferien
Von hier bis nach Algerien,
    Die all' sein Leben währien.

Der Stieglitz auf der Wanderschaft
    Beträgt sich sehr scholarenhaft.

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