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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 48
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Der Waldfrau Scheidespruch.

              »Hier Helm und Schild, und Dein starker Speer,
    Du wonniger, heißer Berücker,
Nicht halt' ich Dich länger im Walde mehr,
    Zieh aus, du Seelenentzücker.
Zieh hin, und bricht dies Herz entzwei: –
Die Waldfrau giebt Dich wieder frei.

Im Lande sind Lust und Lied verrauscht,
    Seit Dich mein Arm umfangen,
Seit hier mein Ohr Deinem Sange lauscht,
    An mir Deine Blicke nur hangen.
Hier welket im Wald, verhohlen ganz,
Da draußen wird grünen Dein Ruhmeskranz.

Erinnerung aber ziehe mit Dir
    Gluthhauchend durch Deine Lieder:
Einst kommt der Tag, da kehrst Du mir
    Nach Kämpfen und Siegen wieder.
Dann berg' ich Dich in Waldnachtruh:
Und Du bist ich – und ich bin Du.«

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