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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 42
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Auf der Haide.

        Ueber die Haide jagt ein Reiter:
Immer wilder und immer weiter
      Fliegt er dahin.

Wallender Schweif und flatternde Mähne,
Knirschend drückt in's Gebiß die Zähne
      Der Schimmelhengst.

Blutig ritzt der Sporn die Weichen: –
Stürmender Reiter, was willst Du erreichen
      Am Haiderand?

Schwarze Wasser schillern und blinken
Fern im Bruch – und Mummeln winken
      Trügenden Sinns.

Schließe Dein Auge: das Gleißende blendet!
Wende Dein Roß: der Schmalpfad endete
      In Sumpf und Tod. –

Sinkende Sonne: ein Meer von Flammen: –
Haidepfad, Ried und Moor verschwammen
      In lohendem Schein! –

Lauschend späh' ich weithin und weiter:
Nimmer seh ich Dich, Schimmel-Reiter.
      Wo kamst Du hin?

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