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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 340
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Festspruch
bei dem Commers zu Ehren des Curators der Universität Königsberg,
Herrn Oberpräsidenten von Horn.

            Nicht jeglichem Land und nicht jeglichem Volk ward gegeben ein jeglicher Vorzug:
In Germanien wieget die Pinie nicht noch die Palme die rhythmischen Zweige:
    Nein: knorrig Geäst in den Nordwind reckt hier, im Sturmbraus rauschend, die Eiche. –
So versagte Natur auch germanischem Mann der Hellenen gewinnenden Formreiz:
    Doch der Eiche verwandt an beharrlicher Wucht und an Kernmark dauert die Kraft ihm,
Und im Sturme vertieft er die Wurzel nur noch in den Felsgrund seines Gewissens:
    In der Schlichtheit schön, in der Wahrheit stark, in der Treue der Pflicht unbezwingbar. – –
Wir begrüßen ein solch ehrwürdiges Haupt heut' – ach! – mit dem Gruße des Scheidens:
    Schlicht, redlich und wahr, fest, kernig und treu – echt deutsch war Er, den wir liebten:
        Und so legen wir denn, mit bewegtem Gemüth,
    Des Vergangnen gedenk und manch gütiger That,
    Manch freundlichen Worts, das er väterlich sprach –:
– Denn es schlug ihm das Herz für die Jugend so warm,
        Und er ehrte die Freiheit der Wissenschaft –:
            Auf das silberne Har
        Ihm des Dankes grünenden Eichkranz! –
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