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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 333
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Zur Lessingfeier.

(15. Februar 1881.)

                        Sagt an, wie heißt der Ritter werth,
Der hell und hoch das scharfe Schwert
    Ob dumpfen Feinden schwang?
Wer hat die Bühne deutsch gemalt?
Wer rief zuerst durch dunkle Nacht
    Des Weckrufs kühnen Klang?

Wer schritt, ein Herold geistesklar,
Vorauf dem Dioskuren-Par,
    Verkündend Morgenschein?
Wer war's, der in den Pfaffentrug
Mit lichten Siegeswaffen schlug,
    Als schmettre Donar drein?

Wer kränzte frisch Homers Altar?
Wer war es, der die Bildkunst klar
    Vom Reich der Dichtkunst schied?
Wer sang in finstrer Muckerzeit
Das schöne Lied der Menschlichkeit,
    Der Duldung hohes Lied?

Held Lessing war der Ritter werth!
So deutsch sein Schwung, so deutsch sein Schwert,
    Sein Helm vom Sieg gekrönt!
Gepriesen sei er alle Zeit,
Gerühmt so lang, gerühmt so weit
    Die deutsche Sprache tönt!

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