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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 323
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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An Frau Johanna.

(Dank für einen Schreibstuhl.)

              Welch' schön Geräth, das mir die Jugendfreundin
    Aus weiter Ferne freundlich hat gesandt,
Des Arbeitzimmers weihevollsten Schmuck!
    Warum? Weil er geweiht ist – von Johanna.
O Dank Dir, Gütige, aus tiefstem Herzen!
    Und also werde Dein Geschenk geehrt:
Nie will ich in dem kunstvoll feinen Stuhl
    Unlieber Arbeit fröhnen, nie ihn brauchen,
Verdirbt die Zeit gleichgiltiger Besuch:
    Doch wann die Muse bei mir Einkehr hält
Und in verschwiegner Stunde mir die Stirn
    Mit ihrem Kusse streift, scheu, wie ein Mädchen, –
Und keusch, wie erste, junge Liebe thut,
    Dann will ich sinnend in dem Stuhle ruh'n,
Die Augen schließend, und der Jugendzeit
    Gedenken und der Buchen Hesselloh's.
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