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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 318
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Zur goldenen Hochzeit.

        Vor fünfzig Jahren ward das Band gebunden,
    Das als ein goldenes wir grüßen heut'.
Was war das Gold, das, dankbar tief empfunden,
    So lang' hat reichen Segen ausgestreut?

Erst war's das Gold der Hoffnung, der viel schönen:
    Im Blüthenschimmer sah das Par die Welt:
Doch jede Hoffnung kann der Kranz nicht krönen,
    Und die Enttäuschung ist dem Wunsch gesellt.

Doch wann die Hoffnung abgestreift die Blüthe,
    Dann reift die Frucht, die ihre Zukunft war:
Es ist das lautre Gold der Herzens güte,
    Und echtes Gold wird nur im Feuer klar.

Was echt ist, blüht, wie schlimm das Schicksal dräue:
    Das Irrlicht nur, kein Stern verliert den Glanz:
Euch barg das echte Lautergold der Treue
    Vor fünfzig Jahren schon der Myrthenkranz.

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