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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 313
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Der Braut die Schwester mit dem Myrthenkranz.

Aus Schwesterhand nimm diesen Kranz entgegen,
    Das Feierzeichen hoher Seligkeit,
Und sei gewiß: die Gabe bringt Dir Segen,
    Die treue, tiefe Liebe Dir geweiht.
Wann Du nun gehst auf glanzbesonnten Wegen,
    Gedenke manchmal noch der Mädchenzeit:
Es rufe Dir des eignen Hauses Glück
    Hier diesen Herd, den wir getheilt, zurück.
Es mögen alle Genien Dich begleiten,
    Die unsrer Aeltern schönen Herd geschmückt:
Dann wird vorauf Dir in Dein Eh-Haus schreiten
    Die Herzens Eintracht, die allein beglückt:
Dann bleibt der Brautkranz hier für alle Zeiten
    Wie heute grünend Dir und unzerstückt,
Und eine Zauber-Krone, nie entlaubt,
    Unsichtbar weiht und schirmt er Dir das Haupt.
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