Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Felix Dahn >

Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 255
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
Schließen

Navigation:

Selig zu Zweit.

(Kaltern.)

        Hoch in den Alpen weiß ich ein Haus,
    Stehet und luget nach Süden hin aus,
Rosen duften, Acazien blüh'n,
    Tief im Thal ein Weiher grün. –
Flimmernd lag auf der Berge Rund
    Herbstlich die Sonne zur Mittagstund',
Kreisend schwang sich empor ein Ar,
    Stieg und verschwand in der Wolken Schar.
Hoch in den Bergen auf Marmelstein
    Saßen wir selig, saßen zu Zwei'n.
Epheugezweig und Rosengeheck
    Rankten und schwankten um unser Versteck,
Bienen summten im Feigenbaum, –
    Über uns kam's wie Zaubertraum:
Schauernd durchrieselt von Seligkeit,
    Erdenentrückt, gelöst von der Zeit! –
Sah'n wir die Ewigkeit? War'n wir gefeit? –
    Nimmer wußten wir's, selig zu Zweit.
 << Kapitel 254  Kapitel 256 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.