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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 251
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Nachklingen.

        Nun lege die Harfe mir in den Arm,
    Ein seliges Lied will ich singen:
Von den Lippen fließet die Weise warm,
    Und die schwingenden Saiten klingen.

Wo find' ich den Angang und wo das Ziel?
    Wie soll ich das Fluthende fassend –
Um was wir gekämpft, das war kein Spiel:
    Wir lernten lieben und hassen.

Wir bauten und thürmten den sichern Hort
    Aus der Treue Goldgesteinen:
Das singt keine Saite, das sagt kein Wort,
    Was Liebe mag tragen und einen.

Ich folgte Dir muthig, Schritt für Schritt,
Ein Schild hielt uns geborgen, –
Ob unserm Haupt ein Stern ging mit
    Durch Nacht und Noth und Sorgen.

Hoch durch die dräuenden Schrecken all'
    Sah stets Dein Haupt ich ragen,
Und durch der Fluthen schäumenden Schwall
    Hat uns ein Bot getragen.

Du standest am Steuer, ich vorn am Bug,
    Das Schicksal blähte die Linnen: –
Wir hatten der brausenden Kraft genug
    Und der Seligkeit herztief innen.

Längst sind wir gelandet im sichern Port,
    Uns wird keine Tiefe verschlingen:
Nur die Herzen zittern noch leise fort,
    Und die schwingenden Saiten klingen.

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