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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 227
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Geweihte Stunde.

        Hinab, hinab, Du Purpurglühen,
    Die Nacht steigt himmelwärts.
Nun will ich ruh'n nach Tagesmühen
    In ihrer Fluth mein Herz.
Sanft fließt des Mondes Silberstrom
    Und Sternenlicht vom Himmelsdom.

Um meine heißen Schläfen spüre
    Ich kühlen Wolken-Zug,
Als ob ein Genius mich berühre
    Mit heil'ger Schwingen Flug,
Und von des Mondes Fluth umwallt
    Erschau' ich eine Lichtgestalt.

Sie kommt aus Wolken hoch von oben,
    Wie durch die Nacht bricht Sternenstral:
Genesen fühl' ich und enthoben
    Mich jeder Müde, jeder Qual.
Ach! solche Schöne schaut' ich nie:
    Du bist es, heil'ge Poesie!

Nun laß mich schau'n Dein ganzes Wesen,
    Mich trinken deinen heißen Kuß!
In Deinen Zügen steht zu lesen,
    Was jäh mein Herz entflammen muß:
Erkennend Dich jauchz' ich Dir zu:
    Mein Genius, mein Schutzgeist Du!

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