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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 220
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Einsam.

I.
        Die Sonne sah ich erstehen
    In goldigem Frührothschein,
Und sah sie wieder gehen
    Und dachte stets nur Dein.

Die Blumen, die gesprossen
    Heut früh am Wiesenranft,
Sie haben den Kelch geschlossen,
    Und alle schlummern sanft.

Die Vöglein, die mit Sange
    Den blühenden Tag verbracht,
Sie alle schweigen lange
    Und leise kommt die Nacht. –

Verstummt ist Lust und Lachen,
    Zur Ruh' kehrt Alles ein: –
Nur muß ich einsam wachen
    Und sehnend denken Dein.


II.
    Im Abendglanzgefunkel
    Ging Alles rings zur Ruh',
Einsam bin ich, im Dunkel,
    Und einsam bist auch Du.

III.
        Durch Nacht und Schweigen Mondlicht fließt,
    Zur Ruhe müde Menschen kommen.
Ich schleich' auf's Lager, Leid beklommen:
    Wie sich die bangen Stunden dehnen,
Bis das tiefe, heiße Sehnen
    Mir die brennenden Augen schließt!
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