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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 216
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Abschied.

      Fahr' wohl, Du schmale Kammer,
    Das Schicksal pocht da draus': –
Fahr wohl! in tiefem Jammer
    Schreit' ich zur Thür hinaus.

Lang' haust' ich hier verborgen
    Und heimlich reich an Glück;
Aus Freuden wie aus Sorgen
    Stets kehrt' ich Dir zurück.

An Deinen Wänden ranken
    Als immergrüne Zier
Viel heimliche Gedanken,
    Die ich vertraute Dir.

Nur Sonne, Mond und Sterne,
    Die ließen wir herein,
Daß sie aus Himmelsferne
    Mir Führer sollten sein.

Fahr' wohl nun, treue Kammer,
    Nie kehr' ich mehr zurück:
Ich ziehe voller Jammer
    In den Tod oder in das Glück.

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