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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 214
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Thränen.

      Der Himmel stand verglüht in dürren Tagen,
    Und keine feuchte Wolke zog heran:
So steht, wenn tief ein Herz muß Jammer tragen
    Und seine Qualen nicht entfesseln kann,
Im trocknen Auge heiß des Schmerzes Brand.

Doch sieh! ein Wolkenbruch herniederschauert.
    Nach langer Noth ein satter Ueberfluß!
Der Abend sinkt, und lieblich überdauert
    Sein würz'ger Duft des Regens reichen Guß,
Und hoch im Blau erwacht der Abendstern.

O süße Salzfluth heißer Zähren,
    Wann endlich sie ein müdes Auge weint,
Der Seele Jammer: zärtlich zu verklären!
    Gleich wie ein Gott in Erdgestalt erscheint,
Strahlt dann aus feuchtem Auge heil'ger Schmerz.

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