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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 172
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Mit einem Stück Bernstein.

            Eine schöne, goldne Mücke, –
Keine schöner, keine goldner,
Hatte jemals Gott geschaffen! –
Schwebte auf den lichten Flügeln
Um der dunklen Tanne Stamm.

Da, aus tiefer Wunde quillend,
Edelharz brach aus der Rinde,
Und ein flüß'ger klarer Tropfe
Schloß die schöne Mücke ein.

Klage nicht, o Mücke! Lange
Wärst Du selbst und Deine Schöne
Schon verstoben und vergessen:
Doch das Edelharz der Wunde, –
Unvergänglich Dich erhalten
Hat es für Jahrtausende.

So mag eines Weibes Schönheit
Unvergänglich auch erhalten
Eines Dichters schmerzvoll Lied. – – –

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