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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 158
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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An Maria Schade.

(Königsberg 1888.)

        Oft, wann ich durch die Gassen ging
Und rings mich Häßliches befing,
    Kam – durch Frau Säldens Gnade! –
Herangeschwebt ein junges Ding:
    Das hieß Maria Schade.

Im Winde flog ihr reh-farb Har,
Ihr Auge glänzte sternenklar,.
    Roth-knospig war ihr Mündlein:
Wie rasch im Wandeln mit ihr war
    Enteilt ein Viertelstündlein!

Doch dann war auch die Häßlichkeit
Von Hinter-Tragheims Winterzeit
    Durch Zauberschlag entflogen:
Maria, die kindjunge Maid,
    Kam wie der Lenz gezogen!

Was Holdes mir durch sie geschah!
Selbst mehr als durch den Herrn Papa
    Mir Freude durch sie Gott schied,
Durch althochdeutsche Lexica
    Und durch den großen Ottfrid!

Mein Abschiedsspruch drum, Jüngferlein,
Soll frohe Weissagung Dir sein:
    Auf alle Deine Pfade
Wird Anmuth werfen Frühling-Schein!
    Fahr' wohl, Maria Schade!

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