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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 155
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Mahnung.

        Freund meiner Seele, senke nicht die Waffen,
    Wie schwül auch stürmt des Kampfes Ungewitter:
Das Leben ließ schon mancher gute Ritter,
    Den Schild läßt sich der Lotter nur entraffen.

Wir Beide sind zur Ruhe nicht geschaffen,
    Drum frisch gesenkt des Helmes Eisengitter
Und ausgeharret ohne Furchtgezitter: –
    Wir leben nur, so lang' im Kampf wir schaffen.

Schmerzt den Genoß die frisch geschlagne Wunde,
    So tritt der Andre vor mit breitem Schilde,
Ausharrend, bis der Sieche neu gesunde.

Denn ernste Kraft erstarkt an Freundesmilde,
    Die Zuversicht verdoppelt sich im Bunde
Und Treue siegt auf jedem Kampfgefilde.

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