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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 132
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Anti-Heine.

        Täglich ging die wunderschöne
    Keltentochter auf und nieder
Um die Abendzeit am Neckar,
    Wo die grünen Wasser gießen.

Täglich stand der junge Suebe,
    Stark und schön und hoch gewachsen,
Mit dem Roß am andern Ufer
    An dem Steg und sah hinüber. –

Eines Abends trat die Keltin
    Auf ihn zu mit raschen Worten:
»Deinen Namen will ich wissen,
    Deine Heimath, deine Sippschaft.«

Und der Suebe sprach: »Ich heiße
    Wunnigast und bin ein Suebe,
Und mein Stamm sind die Germanen,
    Welche trinken, wann sie dürstet,

Und sich nehmen, was sie lieben.«
    Sprach's und schwang sie auf den Sattel,
Trug sie fort in seine Halle.
    Anfangs war sie recht befremdet;
Bald doch fand sie's sehr gedeihlich
    Und gebar ihm sieben Söhne.

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