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Gedichte

Felix Dahn: Gedichte - Kapitel 12
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte
authorFelix (und Therese) Dahn
year1892
publisherBreitkopf & Haertel
addressLeipzig
titleGedichte
pagesIII-XII
created20050922
sendergerd.bouillon
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Sprüche Odhin's von Asgardh.

I.
                          Wem du Wehe gewirkt,
Der ward dein Feind. –
Flugs fäll' ihn,
Sobald du ihn findest!
Nicht zaudre noch zögre:
Triff ihn zum Tode!
Nicht glaube der glatten
Zunge die zarte Verzeihung:
Meistert er mühsam den Mund, –
Heimlich dich haßt er im Herzen.
Und giebt sich's ihm günstig, –
Trifft er dich tückisch zu Tode.
Drum thu' ihm die That zuvor:
Sank er zu Sarge,
Nicht müht er dich mehr!

II.
Wirf dir die Weiber unter den Willen!
Wenig Wonnigres weiß ich.
Aber wehe dir, Weichherz, wehe,
Wenn ihre Wunden
Dann dich dauern in deinen Gedanken!
Wehe dem Mann, der
Weh einem Weibe gewirkt
Und Weib und Weh nicht weidlich verwindet.
Dann höhlt dich herber Harm
Und zermürbt dir das Mark:
Weh wird dir selber statt Wonne.

III.
Wonnig ist der würzige Wein,
Hold ist der Harfe heller Hall,
Köstlich kosigen Kindes Kuß,
Lust ist die gelungne List dem Überlegnen:
Aber Eins ist edler als Alles,
Ist des Herrlichen Herrlichstes:
Zu bieten die breite Brust
In begeisterter Brunst
Des klirrenden Kampfes
Den spitzigen Speeren
Und, im Vorkampf fechtend,
Für die Freunde zu fallen,
Selig noch sehend den Sieg! –
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