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Gedichte

: Gedichte - Kapitel 5
Quellenangabe
titleGedichte
authorHelmut Wördemann
modified20170815
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Die freche Amöbe

Es war einmal eine Amöbe, die schwamm in einer nahrhaften Flüssigkeit. Sie schwänzelte sich um ihre Artgenossen und um die anderen Einzeller und saugte durch ihr Plasma alles ein, was ihr schmeckte und was dünn genug war, bis zu ihrem Kern vorzudringen.

Sie war aber sehr empfindlich und verbat sich jede Annäherung: »Geht mir aus dem Weg!« rief sie hin und herzuckend. »Ihr nehmt mir ja die ganze Lebensfreude, könnt ihr nicht weiter hinten jagen? Tummelt euch woanders, anstößige Bande!«

Dann vermehrte sie sich und verlangte doppelt soviel Platz und doppelt soviel Nahrung und doppelt soviel Rücksicht. Und dann vermehrten sich auch ihre Kinder und die Kindeskinder. Die freche Amöbe ist nicht mehr, aber die Frechheit vervielfältigt sich noch heute.

 


 

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