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Gedichte

: Gedichte - Kapitel 252
Quellenangabe
titleGedichte
authorHelmut Wördemann
modified20170815
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Die verdorbene Suppe

Es war einmal ein bitterer Tropfen, der hing wie verloren am Rand eines Suppentopfes und wusste nicht recht: »Soll ich hineinfallen oder hinaus?«

»He du,« schrie da die heiße Suppe, »was hast du hier zu suchen? Zu mir gehörst du nicht, sowas wie dich hab' ich noch nie ausgespritzt. Also verdufte!«

Das ärgerte den Tropfen sehr. Und da er zu denen gehörte, die ihre Persönlichkeit erst voll entfalten, wenn sie zerstören, stürzte er sich angriffslustig in den Topf, löste sich in der Suppe auf und durchsetzte sie mit seinem bitterbösen Geschmack.

»Iiiih!« zeterten die Kinder, als sie die Supper essen wollten, »die schmeckt ja garstig!«

»Stellt euch nicht so an!« befahl die Mutter, kostete aber doch selber von der Suppe.

»Igittigitt,« ekelte nun auch sie sich, »was ist denn mit der Suppe passiert? Die müssen wir wegschütten. Tut mir leid, Kinder, heute müsst ihr ohne auskommen. Möchte nur wissen, wie das passieren konnte.«

 


 

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