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Gedichte

: Gedichte - Kapitel 229
Quellenangabe
titleGedichte
authorHelmut Wördemann
modified20170815
typefable
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Die hässliche Spinne

Es war einmal eine hässliche Spinne, die hatte großen Appetit auf eine Fliege. Schnell webte sie ein Netz mit engen Maschen, das wie von selbst auch noch schön wurde:

»Das sehen die Menschen gerne,« sang die Spinne bei der Arbeit fröhlich vor sich hin, »ich bin ein nützliches Tier, und meine Kunstwerke sind berühmt.«

Als sie fertig war, kam eine Stechfliege, verhedderte sich in dem Gewebe und zerstörte es strampelnd. Das machte den Menschen auf die Spinne und ihr Netz aufmerksam. Er nahm einen Besen und wischte das Ganze weg. Die Spinne konnte sich gerade noch rechtzeitig verkriechen, und die Fliege entkam aus der nun ganz zerrissenen Falle.

»Das hast du nun davon,« spottete sie und sirrte in einer scharfen Kurve davon, direkt auf die Nase des Menschen, stach wollüstig hinein und saugte ihm Blut ab, dass es wehtat.

»Das hast du nun davon,« spottete auch die Spinne.

 


 

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