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Gedichte

: Gedichte - Kapitel 212
Quellenangabe
titleGedichte
authorHelmut Wördemann
modified20170815
typefable
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Die glückliche Scherbe

Es war einmal eine Scherbe, die war schon als Kind aus einem Wasserglas gebrochen. Nun lag sie unter vielen zackigen und teilweise sehr bunten Artgenossen in einem Müllhaufen und sehnte sich nach Licht.

Eines Tages kam ihr der Frontlader, der täglich neuen Abfall auf den Hügel schüttete und den alten zurückstieß, so nahe, dass sie in die Masse geriet, die hochgeschoben wurde. Es war Mittag, und die Sonne schien in all ihrer sommerlichen Güte. Sie erleuchtete und durchwärmte die Scherbe, so dass sie sich fühlte wie pures Gold.

Dann kam die nächste Ladung und verschüttete die Scherbe wieder. Nun liegt sie wie zuvor unter dem Schutt, aber sie hat das Lächeln der Sonne im Herzen.

 


 

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