Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Gedichte

: Gedichte - Kapitel 182
Quellenangabe
titleGedichte
authorHelmut Wördemann
modified20170815
typefable
Schließen

Navigation:

Der verdreckte Pfeifenstopfer

Es war einmal ein Pfeifenstopfer, der war so schmutzig und verkrustet, dass der Raucher ihn nicht mehr benutzen wollte.

»Was soll ich mit so einem dreckigen Ding,« fragte er sich, »da es doch so billige neue gibt? Man kann sich ja mit diesem Gerät nirgendwo sehen lassen, jedenfalls nicht in feiner Gesellschaft.«

Nach dieser Rechtfertigung vor sich selbst legte er den Pfeifenstopfer in eine alte Schublade zu anderem Krimskrams und kaufte sich einen neuen.

Einige Wochen später war dieser aber genauso schmutzig und verkrustet.

»Es war wohl doch ein Fehler, den alten Pfeifenstopfer wegzutun und Geld für einen neuen auszugeben,« gestand sich der Raucher ein, »so ein Ding will gepflegt sein, das ist alles. Weißt du `was (mit dieser Anrede meinte er sich selber): ich gebrauche sie künftig beide, den alten zu Hause und den neuen bei der Arbeit. Muss ich sie eben beide regelmäßig putzen.«

So kamen beide Pfeifenstopfer wieder zu ihrem alten Glanz, verdreckten wieder und wurden wieder gereinigt. Bis auf den heutigen Tag wirken sie so weiter, und wenn sie sich nicht verbiegen, dann hören sie nie damit auf.

 


 

 << Kapitel 181  Kapitel 183 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.