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Gedichte

: Gedichte - Kapitel 18
Quellenangabe
titleGedichte
authorHelmut Wördemann
modified20170815
typefable
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Das anpassungsfähige Bett

Es war einmal ein Bett, das gehörte einer Hausfrau, die ihm dankbar war für seine Festigkeit. Denn es gab ihrem Rücken, den die Tagesarbeit beugte, nachts Halt und richtete ihn wieder gerade. Die Frau war Witwe und hatte zwei Kinder. Eines Tages fand sie einen Freund, der ihr eine Stütze sein wollte.

Er zog zu ihr und den Kindern, und weil auch er so gut in dem Bett liegen konnte, bat er die Frau, es ihm zu überlassen. Die Frau dachte: »Ich habe ja ihn als neuen Halt. Nun soll mir jedes andere Bett auch recht sein.«

Da der Mann aber viel schwerer war und selbst im Schlaf ungebärdiger, musste auch das Bett ihm nachgeben. Es verlor seine Festigkeit und sackte durch.

Nun schimpfte der Mann und gab das Bett an die Hausfrau zurück. Da es aber selber schwach geworden war, konnte es ihr keinen Halt mehr geben. Dafür war es jetzt eine Mulde, in der die Frau wie in einer Schale lag, so geborgen, dass sie gar nicht mehr so viel Kraft brauchte wie zuvor.

 


 

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