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Gedichte

: Gedichte - Kapitel 101
Quellenangabe
titleGedichte
authorHelmut Wördemann
modified20170815
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Der stachelige Igel

Es war einmal ein Häschen, das traf im Garten einen Igel und wollte unbedingt mit ihm spielen.

»Das wird nicht gehen,« warnte der Igel, »du siehst doch, dass ich stachelig bin.«

»Ich pass schon auf,« schnurrte das Häschen und schlug einen Wettlauf vor, denn darin würde es gewinnen.

»Von mir aus«, brummte der Igel gefällig, »also los!«

Er bemühte sich aber gar nicht erst, es mit dem Häschen aufzunehmen.

»Hm«, mümmelte das Häschen, »das war zu einfach. Ich bin zu schnell für dich. Weißt du was, lass uns tanzen. Beim Tanzen dreht man sich im Kreis, das ist ein hübsches gemeinsames Vergnügen, da gibt es keinen Gewinner und keinen Verlierer.«

Der Igel wollte nicht lange hin und her erklären, dass er wahrhaftig kein passender Tanzpartner für eine kleine Häsin sei. Er gab also wieder nach, hob sich auf die Hinterbeine und reichte dem Häschen die Vorderpfoten zum Tanz.

Nun ging das ein Weilchen recht gut. Doch dann kam die Häsin dem Igel bei jedem dritten Takt unverhofft zu nahe, meistens von der Seite, denn sie wiegte sich singend hin und her. Dabei geriet sie an die spitzen Stacheln und verletzte sich.

»Du ungehobelter Bursche!« zeterte das Häschen, »weißt du nicht, dass du eine Dame vor dir hast? Also wirklich, mit dir kann man nicht.«

Und es hoppelte davon und erzählte allen Hasen und allen Igeln, was für einen Rüpel sie kennen gelernt habe.

 


 

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