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Ludwig Anzengruber: Gedichte - Kapitel 52
Quellenangabe
typepoem
authorLudwig Anzengruber
booktitleKalendergeschichten. ? Gedichte und Aphorismen
titleGedichte
publisherVerlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger
seriesLudwig Anzengrubers Gesammelte Werke in zehn Bänden
volumeFünfter Band
printrunDritte durchgesehene Auflage
editorA. Bettelheim. V. Chiavacci. V. K. Schembera.
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071214
projectidd942c059
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Die Herzenskündiger.

Oft singt ein hohes Lied vom Weine,
Das selbst der Kenner Ohr bestrickt,
Ein Mann, dem nie gewankt die Beine
Und den nur dünnes Bier erquickt.

Und oft, die engste dieser Welten
Zertrümmernd, freie Liebe singt
Ein Mann, dem nachts der Gattin Schelten
Sein Jüngstes in die Arme zwingt.

Und wer im Frührot erst die Kammer
Betritt, in treuer Freund' Geleit,
Der singt sonach in seinem Jammer
Den Hymnus der Enthaltsamkeit.

Und mancher bis an die Gestirne
Der Frauen Reinheit preisend hebt,
Der in den Armen einer Dirne
Soeben wild die Nacht durchlebt.

Moral lobpreist der satte Sünder,
Der Darbende besingt Genuß;
Es sind von je des Herzens Künder:
Das Sehnen und der Ueberdruß!

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