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Ludwig Anzengruber: Gedichte - Kapitel 50
Quellenangabe
typepoem
authorLudwig Anzengruber
booktitleKalendergeschichten. ? Gedichte und Aphorismen
titleGedichte
publisherVerlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger
seriesLudwig Anzengrubers Gesammelte Werke in zehn Bänden
volumeFünfter Band
printrunDritte durchgesehene Auflage
editorA. Bettelheim. V. Chiavacci. V. K. Schembera.
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071214
projectidd942c059
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Herr Wirt

(April 1882.)

Herr Wirt, was war das nächtens für
Ein gottverfluchter Tropfe?
Es schmerzt mich heute morgens schier
Ein jedes Haar am Kopfe!
Wie muß die edle Gottesgab'
Verschändet und verhunzt sein?
Mein' Seel', was ich getrunken hab',
Das war wohl eitel Kunstwein!

Ei, heb die Hand beteuernd nicht,
Daß dieser Soff Natur ist,
Man weiß ja doch, verdammter Wicht,
Daß leicht wie Spreu dein Schwur ist.
Ueb lieber Treu' und Redlichkeit,
Schreib's an die Etikette,
Damit sich sachte noch beizeit
Ein Christmensch davor rette.

Du hättest nur wie vor und eh'
'was Kellerei betrieben
Und dir sei anorganische
Chemie ganz fremd geblieben?!
Hör du, es ist doch ganz umsunst,
Hier Lügen zu erstinken,
's ist Kunstwein, denn's ist eine Kunst,
Von diesem Wein zu trinken.

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