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Ludwig Anzengruber: Gedichte - Kapitel 43
Quellenangabe
typepoem
authorLudwig Anzengruber
booktitleKalendergeschichten. ? Gedichte und Aphorismen
titleGedichte
publisherVerlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger
seriesLudwig Anzengrubers Gesammelte Werke in zehn Bänden
volumeFünfter Band
printrunDritte durchgesehene Auflage
editorA. Bettelheim. V. Chiavacci. V. K. Schembera.
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071214
projectidd942c059
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An eine junge Autographensammlerin

(1884.)

Vorbei ist mir die Maienzeit,
Das Haar beginnt zu ergrauen,
Ihr gönnt mir nimmer Lust noch Leid,
Ihr holden Mädchen und Frauen,
Nun thut schon meinem Herzen wohl,
Wenn eine schmeichelnd es stammelt,
Daß ich paar Zeilen schreiben soll,
Da Autographe sie sammelt.

Mir ist's, als ob ein Epitaph
Ich schriebe auf meine Jugend:
»Hier ruhet sanft ein Herz, das brav
Versammelt wurde zur Tugend.«
Ich fühl' mich so beengt dabei,
Wie 'n Fisch im hölzernen Zuber. –
Ich schließe
                    Wien am zweiten Mai
    Ergebenst
                              L. Anzengruber

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