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Bjørnstjerne Bjørnson: Gedichte - Kapitel 83
Quellenangabe
pfad/bjoernso/gedichte/gedichte.xml
typepoem
authorBjörnstjerne Björnson
titleGedichte
publisher
seriesBjörnstjerne Björnson gesammelte Werke in fünf Bänden
volumeErster Band
editorJulius Elias
year1911
translatorMax Bamberger, Ludwig Fulda, Cläre Mjöen, Christian Morgenstern, Roman Woerner
correctorreuters@abc.de
senderpg-us#12921
created20090714
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Frederik Hegel

Die Lüfte liebe ich, die kühlen,
    Erhaben rein,
    Im Hoheitsschein,
Die mich wie Freiheitsflut umspülen.

Im Walde mich's am liebsten leidet,
    Wenn Phantasie
    Mit Herbsts Genie
Ihn malt, nicht wenn ihn Grünschmuck kleidet.

Ich kannte einen: seine Reinheit
    War herbstlich mild,
    Sein Ebenbild
War Herbsteshimmels Farbenfeinheit.

Sein Bild ist wie – wenn in frostigem Tanz
    Des Winters Graus
    Umstürmt das Haus, –
Meines Herdes erster erwärmender Glanz.

Und wenn das Sehnen nimmt ein Ende,
    Wenn Sommers Lied
    Nach innen zieht,
Hat Freundschaft Tempelsonnenwende.

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