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Bjørnstjerne Bjørnson: Gedichte - Kapitel 48
Quellenangabe
pfad/bjoernso/gedichte/gedichte.xml
typepoem
authorBjörnstjerne Björnson
titleGedichte
publisher
seriesBjörnstjerne Björnson gesammelte Werke in fünf Bänden
volumeErster Band
editorJulius Elias
year1911
translatorMax Bamberger, Ludwig Fulda, Cläre Mjöen, Christian Morgenstern, Roman Woerner
correctorreuters@abc.de
senderpg-us#12921
created20090714
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An Erika Lie

        Wer in Töne bände
        Nordische Gelände,
Zeigte nicht nur rauhe Bergeswände,
        Nein, auch ebne Auen,
        Die gen Morgengrauen
Glitzerperlen frisch betauen.

        Wälder, traumumflogen,
        Die in schweren Bogen
Wie ein Meer das Glommental durchwogen, –
        Lieblich grüne Weiten,
        Die von allen Seiten
Leicht und licht zusammengleiten.

        All den feinen, klaren
        Reiz uns offenbaren
– Nordlands sonnbeglänzte Vogelscharen.
        Und die Purpurspende
        Ferner Nordlichtbrände –
Sieh, das müssen Mädchenhände.

Deine Hände schlagen
        Töne an und jagen
Bilder auf aus langentschwundnen Tagen,
        Die in Sehnsuchtstiefen
        Unsrer Dichtkunst schliefen,
Bis dann deine Hände wach sie riefen.

        Bald in leichten Ringen
        Sehn wir blinkend schwingen
Funken, die aus Vaters Frohsinn springen;
        Bald erhabnes Schauern,
        Heiliges Bedauern
Aus der Mutter Wehmutsauge trauern.

        Kinderseele, klinge
        Reingestimmt und dringe
Gläubig durch das Sein und alle Dinge,
        Rein wie Melodien,
        Festsaalharmonien
Dich, du Kind des Glommentals, umziehen.

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