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Bjørnstjerne Bjørnson: Gedichte - Kapitel 10
Quellenangabe
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typepoem
authorBjörnstjerne Björnson
titleGedichte
publisher
seriesBjörnstjerne Björnson gesammelte Werke in fünf Bänden
volumeErster Band
editorJulius Elias
year1911
translatorMax Bamberger, Ludwig Fulda, Cläre Mjöen, Christian Morgenstern, Roman Woerner
correctorreuters@abc.de
senderpg-us#12921
created20090714
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Das Mädchen am Strand

Sie ging am Strande so jung dahin,
Sie dachte an nichts in ihrem Sinn.
Da kam ein Maler geschritten heran,
    Der im Schatten sodann,
    In des Meeres Bann,
Den Strand und sie zu malen begann.

Langsamer im Kreise ging sie dahin;
Ein einziger Gedanke, der lag ihr im Sinn:
Sie dacht' an das Bild auf der Leinewand,
    Wo sie selber stand,
    Sie selber am Strand,
Und im Meer mit dem Himmel gespiegelt sich fand.

Es trieb, es zog ein Traum sie dahin;
Sie dachte an vieles in ihrem Sinn:
Weit, weit übers Meer und doch so nah
    Zum Strand, den sie sah,
    Zum Mann allda –
Ei, was für ein sonniges Wunder geschah!

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