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Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 78
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
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Der Hof zu Wien

(Nach Friedrichs Tode – 1198)

L. 24. Der hôf ze Wiene sprach ze mir

    Es sprach der Wiener Hof zu mir,
»Ich sollte, Walther, lieb sein dir«,
Nun bin ich leid dir – das mag Gott erbarmen!
   Mein Ansehn war sonst mächtig gar,
Daß keiner darin größer war,
Als König Artus Hof: o weh mir Armen!
   Wo sind Ritter hin und Frauen,
   Die bei mir man sollte schauen,
   Seht, wie jammervoll ich steh!
   Morsch sind Dächer mir und Wände,
   Und mich minnet niemand leider!
   Rosse, Silber, Gold und Kleider,
   Alles gab ich hin von je:
Hab nun weder Kränzlein noch Gebände
   Und zum Tanz kein Weib – o weh!

Dieser Spruch geißelt das Sparsystem des sonst so freigebigen Wiener Hofes, das dort wegen der Vorbereitungen zur 1217 angetretenen Kreuzfahrt Leopolds herrschte.

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