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Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 168
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
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Habsucht

L. 22. Swer houbet sünde und schande tuot

Wer wissentlich um Geld und Gut
Verbrechen, Sünd und Schande tut,
Wie sollte den man einen Weisen nennen?
   Wer Gut auf solche Art gewann,
Den sollte jeder wackre Mann
Als einen Toren – wenn ers weiß – erkennen.
      Ein Weiser nimmt sich zu Gemüte
   Nichts mehr als Gottes Huld und Güte;
   Das Leben selbst und Weib und Kind
Verlör er, eh er dieser zwei vergäße.
   Mich deucht ein solcher Tor nicht weise,
   Auch der nicht, der ihn glücklich preise –
   Mich deucht, daß beide Toren sind!
Ja, wer ein andres gern dafür besäße,
   Das ist ein Narr, am Geiste blind.

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