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Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 146
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
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Verfall der Zucht

L. 21. Sô wê dir, werlt, wie übel dû stêst

    O Welt, wie schlimm es um dich steht,
Daß solche Dinge man begeht,
Die ohne Schmerz kein Edler kann ertragen.
    Schier bist du ohne alle Scham,
Weiß Gott, ich bin dir herzlich gram –
Denn du bist heut ganz aus der Art geschlagen.
    Hast du dir Ehren noch erhalten?
Man sieht bei dir kein fröhlich Walten,
Wie man es sah manch frühern Tag.
   Was haben milde Herzen zu entgelten,
Daß man nur lobt die geizigen Reichen?
Welt, du hast Laster ohnegleichen,
Daß ich es nicht beschreiben mag.
Auf Wahrheit hört man heut, auf Treue schelten, –
Der Ehre ists ein harter Schlag!

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