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Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 135
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
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Salomos Lehre

L. 23. Din väter hânt ir kint erzogen

    Die Väter haben schlecht erzogen
Die Kinder; beide sind betrogen:
Sie freveln wider Salomonis Lehre.
   Der sagt: daß wer die Rute spare,
Am Kinde einst den Lohn gewahre:
Denn Ungestraften mangle Zucht und Ehre!
    Einst stand es um die Welt so gut,
Heut ist sie voller Übermut –
So war es nie vordem im deutschen Land.
    Das Alter wird verspottet von den Jungen –
Nur zu!   Verspottet nur die Alten!
Euch bleibt das gleiche aufbehalten.
   Wenn erst die eigne Jugend schwand.
Dann hört ihrs zwitschern, wie ihr selbst gesungen –
Dies Wort und mehr ist mir bekannt!

Interessant ist an diesem Gedicht die Beschwörung der »Guten allen Zeit«, was – wie hieraus zu sehen – also schon im dreizehnten Jahrhundert an der Tagesordnung war, ja vielleicht überhaupt schon immer der Fall war, solange es Menschen gibt.

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