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Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 134
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
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Zuchtlosigkeit

L. 24. Wer zieret nû der êren sal?

    Wer zieret nun den Ehrensaal?
Der jungen Ritter Zucht ist schmal,
Die Knechte pflegen bäuerischer Dinge
   Mit Worten und mit Werken auch;
Wer züchtig ist, der heißt ihr Gauch,
Nehmt wahr, wie schnell der Unfug weiterdringe.
   Vor Zeiten strafte man die Jungen
   Ob ihrer dreisten Lästerzungen.
    Heut heißt es, das ist Würdigkeit;
   Prahlhänse schelten reine Frauen.
   Weh ihren Häuten, ihren Haaren,
   Die sich nicht können froh gebaren,
   Als wenn sie Frauen Schmerz erregt!
Da mag man Sünde bei der Schande schauen,
   Die mancher selbst sich auferlegt.

Die Strafe an Haut und Haar – Stäupen und Scheren – galt als eine der entehrendsten. Grimms Rechtsaltertümer 702 ff.

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