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Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 131
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
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Verwaiste Sessel

L. 102. ich was durch wunder ûz gevarn

    Einst ging ich, ob ich Wunder finde,
Und traf ein wunderliches Ding:
Ich fand drei Sessel leider ledig stehn,
Wo Weisheit, Adel, Alter
Vor Zeiten saßen hoch und hehr.
   O Jungfrau, hilf mit deinem Kinde
Den dreien wieder in den Ring;
Laß sie nicht lang des Sitzes ledig gehn.
Ihr Gram, ihr mannigfalter,
Bekümmert und betrübt mich sehr.
   Der junge reiche Tor hat nun
Der dreien Stuhl, der dreien Gruß:
O weh, daß statt der dreien nun
Dem einen man sich neigen muß!
Drum weint die Zucht, das Recht geht lahm
Und elend siecht dahin die Scham.
   Um diese dreie klag ich schwer
   Und klagte darum gern noch mehr!

Aus dem Jahre 1229 und auf König Heinrichs Regierung bezüglich, die sich alter, erprobter zugunsten neuer, unwürdiger Räte entledigte.

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