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Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 125
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
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Der welsche Schrein

L. 34. Ahî wìe kristenlîche der bâbest unser lachet

    Haha! wie mag von Herzen   der Papst nun unser lachen,
Spricht er zu seinen Welschen:   »Seht her, so muß mans machen!«
Ach, hätt er besser niemals,   was er da sagt, gedacht!
»Zwei Deutsche – spricht er – hab ich   auf einen Thron gebracht.
Nun müssen sie mit Jammer   und Weh das Reich belasten,
Und damit wacker füllen   die Truhen mir und Kasten:
Dem Opferstock zinspflichtig,   wird all ihr Reichtum mein –
   Es rollt das deutsche Silber   in meinen welschen Schrein,
Drum, meine lieben Pfaffen,   schmaust Hühner, schwelgt in Wein –
Und laßt den dummen
Deutschen brummen
Den Magen, dieweil sie fasten!«

Dieser und der folgende Angriff gegen die Habsucht der Kirche atmen Huttenschen Geist. Die beiden Deutschen sind Otto IV. und Friedrich II. Seit 1212 waren auf Geheiß von Innozenz Opferstöcke in den Kirchen aufgestellt, um Beisteuern für die Kreuzzüge aufzunehmen.

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