Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 118
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
Schließen

Navigation:

An den Kaiser

L. 10. Bot, sage dem keiser sînes armen mannes rât

    Bring, Bote, meinem Kaiser   des armen Sängers Rat,
Denn keinen bessern weiß ich   für ihn jetzt in der Tat:
Wenn wenig Volk und Löhnung   ihm auch zur Hilfe naht,
Er zieh und kehr bald wieder – und laß sich nicht betören!
   Er hemme, wer ihm hemmend   und Gott entgegentrat.
Er warn die guten Pfaffen,   auf Tücke nicht zu hören,
Man will das Reich nur schwächen   und ihm die Ruhe stören:
Er sondre – oder werfe   sie beide von den Chören!

Schon im Juli 1225 hatte sich Friedrich dem päpstlichen Stuhle durch Vertrag verpflichtet, den oft versprochenen und stets von neuem aufgeschobenen Kreuzzug vom August an innerhalb zweier Jahre zu verwirklichen. Doch auch diesmal drohte die Absicht zu scheitern an der Lauheit der Fürsten und den Gegenminen der Geistlichkeit.

Dieser Spruch entstand wohl 1226.

 << Kapitel 117  Kapitel 119 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.