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Richard Zoozmann: Gedichte - Kapitel 109
Quellenangabe
typepoem
authorWalther von der Vogelweide
titleGedichte
publisherWilhelm Borngräber Verlag
editorRichard Zoozmann
year1907
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071027
projectidbc6f353d
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Das Meerwunder

L. 29. Ich hân gesehen in der werlte ein michel wunder

    Ein großes Wunder hab ich   auf Erden jüngst erblickt,
Ein seltsam Untier wär es,   wenns uns das Meer geschickt;
Wach rief es meine Klage,   die Lust war mir erstickt.
   Es glich dem bösen Manne.   Und wollte dessen Lachen
Man am Probierstein prüfen –   als echt es nicht bestünde:
Es beißt heimtückisch, eh es   die Wut durch Knurren künde.
   Zwei Zünglein kalt und warm,   die züngeln ihm im Rachen,
Es liegt in süßem Honig   ein Stachel giftgetränkt,
Aus wolkenlosem Lachen   sich Hagel niedersenkt,
Ertappt man es, so wird es   zum Wolfe, eh mans denkt.

Dieser Spruch zielt auf die Bosheit und Treulosigkeit Ottos.

Statt Schwalbenschwanz habe ich nach Fedor Bachs mir wahrscheinlicher dünkenden Textverbesserung Wolf gelesen; Bartschens gleich ansprechender Vorschlag geht auf »Skorpion«.

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