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Giosuè Carducci: Gedichte - Kapitel 36
Quellenangabe
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typepoem
authorGiosuè Carducci
titleGedichte
publisherCoron-Verlag
seriesSammlung Nobelpreis für Literatur
volumeNobelpreis für Literatur 1906
editor
year1969
translatorBettina Jacobson
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20090330
projectidcb077308
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Sant' Abbondio

Der Himmel klar, als wärs ein Diamant,
Durch den jenseitig Licht die Strahlen schickt,
Schneefelder leuchten von der Alpenwand,
Gleich Seelen, ganz in Liebeslust entrückt.

Bläulicher Rauch vom niedern Dachesrand
Steigt durchs Gehölz, das leis im Winde nickt;
Wie durch Smaragden fällt, ein schimmernd Band,
Hoch der Madesimo. – Zum Fest geschmückt,

Im roten Rock, zu Sant' Abbondio wallt
Der Frauen Schar. Wie mild und froh Getön
Erklingt ihr Lied, erklingen Fluß und Wald.

Was lacht vom Talgrund aufwärts zu den Höhn?
Oh, stille, still mein Herz, nun schweigst du bald:
Wie kurz das Leben und die Welt wie schön!

Madesimo, 1898.

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