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Friederike Kempner: Gedichte - Kapitel 61
Quellenangabe
typeanthology
authorFriederike Kempner
year1995
publisherMatthes & Seitz Verlag
addressMünchen
isbn3-88221-802-9
titleGedichte
pages3-21
created19991017
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1903
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        Nur allein kann ich erstarken,
Nur allein sprießt mir die Kraft,
Tret' ich in des Kampfes Marken,
Mit des Mutes Eigenschaft.

Sag' ich los mich jedem Jammer,
Jedem tiefen Seelenweh,
Gürte meine Lenden strammer
Und gepanzert fest ich steh'!

Fest wie eine Memnonsäule,
Unter mir den Staub der Welt,
Ob mein Blick auch drauf verweile –
's ist der Blick von einem Held.

Fest wie eine Memnonsäule,
Schwarzer Marmor ist mein Kleid,
Doch nicht müßig ich verweile,
In der Wüsten Einsamkeit.

Pflegend nicht wie jener König
Von Aegypten, feiger Ruh,
Der ist gar nichts oder wenig,
Der dem Bösen siehet zu. –

In die Enge, in's Gedränge
Stürz' ich mich mit lautem Klang,
Singe vor der ganzen Menge
Ew'ger Wahrheit großen Sang.

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