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Friederike Kempner: Gedichte - Kapitel 355
Quellenangabe
typeanthology
authorFriederike Kempner
year1995
publisherMatthes & Seitz Verlag
addressMünchen
isbn3-88221-802-9
titleGedichte
pages3-21
created19991017
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1903
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Zur Erinnerung an
Herrn Joseph Wolfsohn

          Joseph Wolfsohn ist geschieden,
Mann von Ehre, höh'rem Sinn.
Unverstanden bliebst hienieden, –
Joseph Wolfsohn, er ist hin! –

Joseph Wolfsohn bist geschieden,
Fandest keinen Freund hienieden,
Keiner Freude traute Spur,
Lebtest traurig einsam nur.

Festen Muts in jedem Stücke
Fehlte Dir zum eigenen Glücke,
Des Ergreifens rohe Kraft,
Welche eignes Wohl nur schafft. –

Bist auch Freimaurer gewesen,
Pyramiden hast gelesen, –
Fandest nirgends Glück und Ruh,
Doch ein Menschenfreund warst Du. –

Schon im Glanze Deiner Jugend,
Das war das Talent der Tugend,
Dachtest Du an Gutes tun,
Und es ließ Dich nimmer ruh'n.

Und Dein Name lebt für immer
Edel, einfach ohne Schimmer
Hast Du Segen ausgestreut
Und Dein Beispiel ihn erneut.

Freue Dich in jenen Sphären,
Wirkest fort im Licht und Glanz,
Dort empfängt man Dich mit Ehren
Und mit einem Lorbeerkranz.

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