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Friederike Kempner: Gedichte - Kapitel 213
Quellenangabe
typeanthology
authorFriederike Kempner
year1995
publisherMatthes & Seitz Verlag
addressMünchen
isbn3-88221-802-9
titleGedichte
pages3-21
created19991017
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1903
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Auf das Zimmer meines Vaters,
des Rittergutsbesitzers
Joachim Kempner

      Fast verfallen ist das Fenster,
Keiner wohnt im Zimmer drin,
Der Erinnerung Gespenster,
Sie umnebeln meinen Sinn. –

Wohnt der Vater nicht leibhaftig,
Wie das Leben selber drin?
Wünschend, wollend, einzig-kräftig
Stets mit einem frischen Sinn? –

Blaue Augen, braune Haare,
Stark und groß, ein Riese fast,
Ungebleicht, trotz sechzig Jahre,
Urgeschäftig ohne Rast!

Und verschwunden ist das Alles,
Die lebendige Gestalt,
Und kein Nachhall eines Schalles,
Mehr aus diesen Fenstern schallt!!

O, die Träume nur, sie leben,
Und die Wirklichkeit sie stirbt, –
Nur der Dichtung Reich entschweben
Geister, die kein Hauch verdirbt!

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